Cette Afrique-là Buchcover PRESENCE AFRICAINE edition 2000

Afri­ka­ni­scher All­tag und Über­le­bens­stra­te­gien unter deut­scher Kolo­ni­al­herr­schaft: Cette Afrique-là (Jean Ikelle-Matiba)

Am Bei­spiel des Prot­ago­nis­ten Franz Mômha beschreibt Jean Ikelle-Matiba ein­drück­lich, wie Kame­ru­ner das lang­same Vor­drin­gen der deut­schen Kolo­ni­al­herr­schaft in den kame­ru­ni­schen All­tag erlebt haben, wie sich neue soziale Klas­sen und („deutsch-kamerunische“) Iden­ti­tä­ten unter Kame­ru­n­ern gebil­det haben. Die Schwie­rig­kei­ten, die nach dem Ers­ten Welt­krieg durch die britisch-französische Erobe­rung der Kolo­nie, v.a. durch eine Fran­zö­si­sie­rung des Schul– und Ver­wal­tungs­sys­tems ent­stan­den, zeigt Ikelle-Matiba an indi­vi­du­el­len Lebens­stra­te­gien der ver­schie­de­nen Cha­rak­tere auf. Der Roman, der bereits 1957 voll­en­det wurde, greift daher Dis­kus­sio­nen über Kol­la­bo­ra­tion und Wider­stand im Kolo­nia­lis­mus, post­ko­lo­nia­len Debat­ten über hybride Iden­ti­tä­ten etc. vor. Der Roman wurde mit dem Grand Prix lit­té­r­aire de l’Afrique noire ausgezeichnet.

Jean Ikelle-Matiba: Cette Afrique-là, Paris 1963.

deut­sche Über­set­zung: Adler und Lilie in Kamerun, Herrenalb/Schwarzwald 1966.

Cette Afrique-là Buchcover PRESENCE AFRICAINE edition 2000