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Das Virus Ras­sis­mus im L.A. des 21. Jahr­hun­derts: L.A. Crash

Der Film „L.A. Crash“ beschreibt die ver­schie­de­nen eth­ni­schen und sozia­len Grup­pen im mul­ti­kul­tu­rel­len Los Ange­les des 21. Jahr­hun­derts und ihre tat­säch­li­chen und ide­el­len Dif­fe­ren­zen, sowie die all­ge­gen­wär­ti­gen Res­sen­ti­ments, die aus ihnen resultieren.  

In der popu­lä­ren Form epi­so­di­scher Erzäh­lun­gen, deren Ver­bin­dung erst im Laufe der Hand­lung deut­lich wer­den, wer­den rela­tiv kon­ven­tio­nelle Geschich­ten aus dem Milieu von Poli­zis­ten und Gangs­tern und Arm und Reich anhand von ras­sis­ti­schen Moti­ven erzählt. Beson­ders ein­drucks­voll führt der Film vor Augen, wozu Angst und Ableh­nung, die aus dem Vor­ur­teil gegen­über dem „Ande­ren“ ent­ste­hen, Men­schen antrei­ben kann, auch wenn er dabei wie die Kri­tik befin­det bis­wei­len ins Melo­dra­ma­ti­sche ten­diert. Kom­pri­miert zeigt sich dies in der Szene, in der ein jun­ger Poli­zist einen schwar­zen Anhal­ter erschießt, aus Angst vor einer Waffe, die der andere gar nicht bei sich hat.

Paul Hag­gis: „L.A. Crash“ (Orig. „Crash“), USA 2004