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Erin­ne­run­gen an den deut­schen Kolo­nia­lis­mus: Ich bin ein Herero-Deutscher

Die­ser Doku­men­tar­film gibt einen Über­blick über die kolo­niale Ver­gan­gen­heit und Gegen­wart Nami­bias. Ein Schwer­punkt liegt dabei auf dem Völ­ker­mord, wel­chen die deut­schen Kolo­ni­al­her­ren 1904/07 an den Herero und Nama ver­üb­ten. Beson­ders inter­es­sant sind die ver­schie­de­nen For­men der Erin­ne­rung im heu­ti­gen Namibia.

Die deutsch­stäm­mi­gen Nami­bia­ner erin­nern sich der Kolo­ni­al­herr­schaft als einer „gol­de­nen“ Zeit und bekla­gen sich dar­über, dass in dem Land ohne ihre Füh­rung alles schief lau­fen würde. Die schwar­zen Nami­bia­ner dage­gen kri­ti­sie­ren, dass den Opfern des Völ­ker­mor­des im öffent­li­chen Raum kaum gedacht wird und ver­wei­sen auf die post­ko­lo­nia­len Kon­ti­nui­tä­ten der Aus­beu­tung ihres Lan­des. Dar­über hin­aus wer­den auch For­men der Erin­ne­rung doku­men­tiert, wel­che sich die­ser Zuord­nung ent­zie­hen. Bei­spiels­weise wenn Ange­hö­rige der Herero am Jah­res­tag des Mas­sa­kers am Water­berg in Uni­for­men, wel­che der deut­schen Schutz­truppe nach­emp­fun­den sind, Para­den abhalten.

Ich bin ein Herero-Deutscher, Doku­men­ta­tion, Öster­reich 2004.

Jan Die­bold, 2010