Kath. Oguntoye, Audre Lorde, May Ayim, 1984. Bild von Dagmar Schultz

“I come to you as black, les­bian, mother, war­rior, poet” Audre Lorde und die Schwarze Frau­en­be­we­gung in Deutschland

Film­vor­füh­rung “Audre Lorde – The Ber­lin Years 1984 to 1992“

Ein­füh­rung und anschlie­ßende Dis­kus­sion mit ManuEla Ritz

Sams­tag, 15. Juni, 17 Uhr

brei­den­bach stu­dios, Hebel­str. 18

Audre Lorde

Audre Lorde — The Ber­lin Years 1984 to 1992

Die ame­ri­ka­ni­sche Dich­te­rin und Akti­vis­tin Audre Lorde defi­nierte und inspi­rierte mit ihren prä­gnan­ten und lei­den­schaft­li­chen Tex­ten und Vor­trä­gen in den 1970ern und 80ern femi­nis­ti­sche, les­bi­sche, Afro-Amerikanische und “women of color“ Bewe­gun­gen in den USA, sowie welt­weit. Der Film doku­men­tiert ein bis­her unbe­kann­tes Kapi­tel aus Lor­des Leben: ihren Ein­fuss auf die poli­ti­sche und kul­tu­relle Szene in Deutsch­land in einem Jahr­zehnt tie­fen sozia­len Wan­dels. Er zeigt, wie durch Audre Lor­des Werk Afro-Deutsche dazu ermu­tigt wur­den, in einer Gesell­schaft auf sich auf­merk­sam zu machen, in der sie bis dahin iso­liert und schwei­gend gelebt hat­ten und in der sie weder einen Raum noch einen Namen für sich selbst besa­ßen. Er berich­tet dar­über, wie Lorde sowohl die Afro-deutschen Frauen darin bestärkte, zu schrei­ben und zu publi­zie­ren, als auch die wei­ßen deut­schen Frauen dazu her­aus­for­derte, die Bedeu­tung ihrer wei­ßen Pri­vi­le­gien zu erken­nen und mit Unter­schied­lich­kei­ten auf kon­struk­tive Weise umzugehen.

ManuEla Ritz ist Auto­rin und bie­tet als Anti-Rassismus Trai­ne­rin regel­mä­ßig Work­shops an. In ihrer Erst­veröffentlichung “Die Farbe mei­ner Haut” erzählt sie von ihren Erfah­run­gen als Schwarze in einer wei­ßen Mehrheitsgesellschaft.

Die Ver­an­stal­tung fin­det im Rah­men des Lady*Fest statt.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen zum Film unter: http://audrelorde-theberlinyears.com/

Hier gehts zum Veranstaltungsbericht.