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Liebe ohne Gren­zen? Dis­kus­si­ons­abend mit quee­ren Geflüchteten

18.05.2016, 18:30 Uhr

im Rah­men des Queer Fes­ti­val Heidelberg

Ein­lass 18.30 Uhr |Beginn 19:00 Uhr | Ein­tritt frei | Karls­tor­bahn­hof Hei­del­berg, Saal

Men­schen wer­den immer noch in vie­len Staa­ten der Erde auf Grund ihrer sexu­el­len oder geschlecht­li­chen Iden­ti­tät ver­folgt. Die Unter­drü­ckung kann viele For­men anneh­men: von nicht-staatlich orga­ni­sier­ter Dis­kri­mi­nie­rung wie phy­si­scher, psy­chi­scher und sexu­el­ler Gewalt durch die Mehr­heits­ge­sell­schaft, gewalt­tä­ti­gen Überg­rif­fen der eige­nen Fami­lie bis hin zu offe­ner Ver­fol­gung durch reli­giöse, poli­ti­sche und staat­li­che Insti­tu­tio­nen. Diese Dis­kri­mi­nie­run­gen zei­gen im Bil­dungs­sys­tem oder Arbeits­le­ben, in der Unter­drü­ckung der Mei­nungs– und Ver­samm­lungs­frei­heit, aber auch im Ein­satz von Fol­ter, Haft und der Todes­strafe. In über 70 Staa­ten exis­tie­ren kri­mi­na­li­sie­rende Gesetze.

Wenn im Hei­mat­land Ver­fol­gung wegen der sexu­el­len Ori­en­tie­rung oder Geschlechts­iden­ti­tät droht, haben Geflüch­tete Anspruch auf Asyl – so ent­schied der Euro­päi­sche Gerichts­hof im Jahr 2013. Den­noch haben LSBTTIQ*-Geflüchtete große Pro­bleme, diese Flucht­gründe gel­tend zu machen und sind davon bedroht, auch in Deutsch­land erneut im Laufe des Asyl­ver­fah­rens Opfer von Dis­kri­mi­nie­rung zu wer­den. Berichte rei­chen von homo­pho­ben Dolmetscher*innen über Dis­kri­mi­nie­run­gen in Unter­künf­ten, bis hin zu Ras­sis­mus und Dis­kri­mi­nie­rung durch deut­sche Behör­den. Von den über 100.000 geflüch­te­ten LSBTIIQ*-Personen in Deutsch­land ver­ber­gen viele auch hier ihre Identität.

Der The­men­abend „Liebe ohne Gren­zen?“ möchte mit geflüch­te­ten Aktivist_innen und Vertreter_innen ver­schie­de­ner Ein­rich­tun­gen für (queere) Geflüch­tete Flucht­kon­texte und die Situa­tion in Deutsch­land diskutieren.

Diskutant_innen (u.a.):

Mahmoud Has­sino, syri­scher Akti­vist und Blog­ger, Schwu­len­be­ra­tung Ber­lin
Simin Jam­poo­lad, Deutsch-Iranische Bera­tungs­stelle für Frauen und Mäd­chen e.V., Frank­furt a.M.

Mode­ra­tion: Johan­nah Ill­gner (Hd.net-Respekt!) und Dani­jel Cube­lic (schwarz­weiss e.V.)

Die Abkür­zung LSBTTI* steht für

L = Les­bisch
S = Schwul
B = Bise­xu­ell
T = Trans­se­xu­ell
T = Trans­gen­der
I = Inter­se­xu­ell
Q = Queer
* = Viel­falt geschlecht­li­cher und sexu­el­ler Identitäten

Ein­lass 18.30 Uhr |Beginn 19:00 Uhr | Ein­tritt frei

In Zusam­men­ar­beit mit:

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