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Natur­my­tho­lo­gie trifft Indus­tria­li­sie­rung: Prin­zes­sin Mononoke

Die Aus­beu­tung der Natur und das Ver­hält­nis einer sich (indus­tri­ell) ent­wi­ckeln­den Gesell­schaft zu ihren Lebens­grund­la­gen sind in dem japa­ni­schen Animé-Film „Prin­zes­sin Mononoke“ in die Form einer (quasi-)mythischen Erzäh­lung im vor­mo­der­nen Japan gefügt.  

Der Prinz Ashit­aka einer tra­di­tio­nell agra­risch leben­den Gemein­schaft muss sich nach dem Ein­fall und der Ver­let­zung durch einen Dämo­nen auf die Suche nach der Ursa­che machen, die die Natur offen­sicht­lich aus dem Gleich­ge­wicht gebracht hat.·Seine Aus­ein­an­der­set­zung mit einer früh-industriellen Stadt-Gemeinschaft, mit den mythi­schen Erzäh­lun­gen und tran­szen­den­ten Vor­stel­lun­gen die­ser Grup­pen, spe­zi­ell mit dem Mogli-ähnlichen Wolfs­mäd­chen Mononoke erzäh­len viel über den Transzendenz-Glauben und auch über die Geschlech­ter­rol­len aus Sicht der japa­ni­schen Erzäh­ler, aber auch exem­pla­risch für Gesell­schaf­ten an der Schwelle zur Moderne.

Hayao Miyazaki: „Prin­zes­sin Mononoke“ (Orig. „Mononoke Hime“), Japan, 1997