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Sehn­suchts­pro­jek­tion auf Gast­ar­bei­ter: Zwei kleine Ita­lie­ner (Conny Froboess)

Conny Fro­boess über­trägt in „Zwei kleine Ita­lie­ner“ die Urlaubs­sehn­süchte der West­deut­schen auf die Lebens­si­tua­tion von Migran­ten in Deutsch­land. Zwar the­ma­ti­siert sie als eine der ers­ten das Gast­ar­beits­re­gime in West­deutsch­land; ande­rer­seits nimmt sie die bei­den „klei­nen Ita­lie­ner“ nicht ernst, son­dern lässt sie – wie es die deut­schen Urlau­ber tun – von „Tina und Marina“, von der Sonne dem „Strand von Napoli“ träu­men. Hier bestimmt das eigene Ita­li­en­bild ein­drück­lich das Fremdbild der „Italiener“.

Conny Fro­boess: „Zwei kleine Ita­lie­ner“ (BRD, 1962)