platzhalter.liest

Tage des Ruhms

Die vergessenen Helden des Zweiten Weltkriegs (Indigènes)

Der Film „Tage des Ruhms“ des algerisch-französischen Regis­seurs Rachid Boucha­reb the­ma­ti­siert die Rolle, Situa­tion und Erin­ne­rung afri­ka­ni­scher Sol­da­ten in Rei­hen der fran­zö­si­schen Streit­kräfte wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs. Die Hand­lung erzählt die Geschichte eines Batail­lons, wel­ches aus­ge­hend von Nord­afrika 1943 zunächst an der Schlacht von Monte Cas­sino teil­nimmt, spä­ter erst Mar­seille und dann das Elsass befreite. Die Gruppe, wel­che sich bis auf den Ser­geant aus Kolo­ni­al­sol­da­ten rekru­tierte, erhielt für ihren Ein­satz nie eine gebüh­rende Aner­ken­nung sei­tens der fran­zö­si­schen Armee und Regie­rung. Am Ende des Films skiz­ziert Rachid Boucha­reb die gegen­wär­tige Situa­tion der Vete­ra­nen aus den Kolo­nien, wel­che weder in der his­to­ri­schen Erin­ne­rung einen pro­mi­nen­ten Platz haben, noch einen finan­zi­el­len Aus­gleich in Form einer Rente erhal­ten. „Tage des Ruhms“ leis­tet einen wich­ti­gen Bei­trag zur Über­win­dung der euro­zen­tri­schen Auf­ar­bei­tung und Erin­ne­rung des Zwei­ten Weltkriegs.

Rachid Boucha­reb: „Tage des Ruhms — Die ver­ges­se­nen Hel­den des Zwei­ten Welt­kriegs“ (Orig.: Indi­gè­nes“), Frank­reich, Alge­rien, et.al., 2006

Phil­mon Ghir­mai, 2011