Erfindung der Unterentwicklung

Von der Erfin­dung der Unterentwicklung

Die problematische (Bild-)Sprache der „Entwicklungshilfe“

Vor­trag im Rah­men der INPUT-Reihe Mannheim/Heidelberg

Mitt­woch 26.09.2012
19 Uhr in der Zep Hei­del­berg, Zeppelinstr.1

Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen für Ent­wick­lungszu­sam­men­ar­beit haben sich dem Kampf gegen glo­bale mate­ri­elle Ungleich­heit ver­schrie­ben. Die Spra­che und Bil­der, die sie durch ihre Arbeit und ihre Spen­den­kam­pa­gnen ver­brei­ten, för­dern jedoch Vor­stel­lun­gen, die die Welt in ent­wi­ckelt und unter­ent­wi­ckelt auf­tei­len und an kolo­niale Denk­wei­sen anknüp­fen. So wer­den auf einer ande­ren Ebene jene Ungleich­hei­ten fort­ge­schrie­ben, die sie doch eigent­lich zu bekämp­fen versuchen.

Die Emp­fän­ger­län­der des Glo­ba­len Südens erschei­nen als schwach, hilfs­be­dürf­tig, rück­stän­dig und unter­ent­wi­ckelt. Der Glo­bale Nor­den hin­ge­gen ver­füge als ein­zi­ger über das Wis­sen und Know-how der Ent­wick­lung. Dabei bleibt das Ziel des Ent­wick­lungs­pro­zes­ses unhin­ter­fragt. Wie selbst­ver­ständ­lich gel­ten Lebens­stan­dard, Werte und Pro­duk­ti­ons­wei­sen des Glo­ba­len Nor­dens als Maß­stab, dem andere Län­der nach­ei­fern müs­sen – assis­tiert durch „Entwicklungshilfe“!?

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